JESUS.CH - 25.05.2013, 10:38
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Gemeindegründung: Zeichen und Wunder als Zünder

 
Von Schweizern unterstützt
Von Schweizern unterstützt, gründen Inder laufend Hausgemeinden.
Ein indischer Muslim hatte nachts einen Traum. Er kam an eine Unfallstelle und sah zwei Tote am Boden liegen. Die erste Leiche bestattete er gleich nach den Vorgaben seiner Religion. Der zweite Tote jedoch schockierte ihn: Er begann zu sprechen und sagte, er lebe ewig. Der Muslim bestritt dies; er wollte seiner Pflicht nachkommen und ihn beerdigen.

Da sagte ihm der Nicht-Tote, er solle ins Haus eines Bekannten gehen und dort im Gestell ein schwarzes Buch nehmen. Auf einer bestimmten Seite des Buchs stehe die Antwort, warum er ein ewiges Leben habe. Als der Muslim aufwachte, ging er zu dem Bekannten und fand im Gestell tatsächlich die Bibel. Die im Traum erwähnte Seite gehörte zum Johannes-Evangelium und stellte ihm Jesus als den vor, der das ewige Leben schenkt.

Überweltliche Kräfte
Die Geschichte ist Erich Reber von glaubwürdigen Zeugen zugetragen worden; er erzählte sie an
 
Glauben: Wolfgang Simson
Wunder nicht ohne Glauben: Wolfgang Simson
der jährlichen Konferenz der Missionsorganisation ‚Kingdom Ministries’ (KM) in Thun. Die Konferenz in der Halle 21 begann am letzten Freitag Abend mit Schlaglichtern zum Einbruch übernatürlicher Kräfte in Gemeindebau und Mission.

Eingangs zitierte Reber, der bekannte Prophet im 13-köpfigen KM-Team, das Wort „Werde Licht!“ (Jesaja 60,1). Er rief aus, die Zeit, duckmäuserisch still zu halten, sei vorbei. Anschliessend erläuterte der Missionstheologe Wolfgang Simson die umfassende Bedeutung des griechischen Wortes ‚sozein’. Es bedeute viel mehr als Rettung des Menschen zum ewigen Leben: „Jesus heilt, rettet, befreit – und er beauftragt seine Jünger, dasselbe zu tun.“

Biblische Verkündigung: oft von Wundern begleitet…
Im Neuen Testament werden laut Simson 193 übernatürliche Ereignisse berichtet. In der Regel hätten Menschen zu christlichen Gemeinden den Zugang gefunden, indem Zeichen und Wunder sich ereignet hätten und das Evangelium proklamiert worden sei. „Heilungen, Zeichen und Wunder erregen Interesse und führen zu Offenheit fürs Evangelium; sie legitimieren auch die Botschafter und beglaubigen die Botschaft.“ Sie seien eine der vielen „Illustrationen des Reiches Gottes“, sagte der bekannte Buchautor („Häuser, die die Welt verändern“).

…wenn Glauben da war
Durch Wunder zeige Gott Nichtchristen seine Realität – doch auch auf sie könne mit Glaube oder
 
Indisches Paar in einer Schulung
Indisches Paar in einer Schulung: Prophetische, Lehr- und Seelsorgegaben werden miteinander gefördert.
mit Ablehnung reagiert werden. Gott habe durch Jesus nicht den ganzen Vorderen Orient geheilt, gab Simson zu bedenken. „Wenn immer Heilungen geschahen, geschahen sie auf Glauben hin.“ Petrus habe das Wunder erlebt, als er sich aufs Wasser hinauswagte. Auf Zeichen und Wunder zuzugehen, sie im Glauben zu erwarten, bleibe ein Wagnis. Aber: „Es ist völlig natürlich, wenn Gott übernatürlich handelt.“

Heilung als ein Baustein
Im Blick auf die tiefe Skepsis gegenüber Wundern, die im Westen seit dem 18. Jahrhundert herrscht, sagte der weitgereiste Missionstheologe: „Wir beobachten, dass Gott dieses Thema wieder neu aufbringt.“ Zugleich warnte Simson nüchtern vor einer Welle, bei der das Verlangen nach (körperlicher) Heilung im Vordergrund steht. „Heilung gehört grundsätzlich als Baustein mitten hinein, dort wo Gott seine Gemeinde bauen will.“ Bezeichnenderweise erlebten gerade unbekannte Christen in ihrem Dienst am ehesten Wunder.

Insgesamt kommt Zeichen und Wundern gemäss Simson ein entscheidender Platz in der Weitergabe der Guten Nachricht von Jesus zu. Die Konferenz diente dem KM-Team dazu, diese Ansicht mit zahlreichen Beispielen zu illustrieren. So erzählte Florian Bärtsch, dass auch in der Innerschweiz das Gebet für Heilung Menschen angezogen habe, so dass sie danach mehr von Christus hören wollten. Anni Bärtsch wurde in Thun gleich praktisch und bat eine Person, deren Schulterschmerzen sie wahrgenommen hatte, für ein Gebet auf die Bühne.

 
Eine Vision stand am Anfang
Eine Vision stand am Anfang des Indien-Engagements: Erich Reber

Kurzzeiteinsätze in Asien
Der Schwerpunkt der Berichte lag in Südasien, wohin die Schweizer KM-Leute (kleine Teams in wechselnder Zusammensetzung) reisen, um Gemeindegründungen zu initiieren und einheimische Leiter zu schulen. Sie lassen sich dabei namentlich von Träumen und Visionen Rebers leiten. Dieser verwies in der Veranstaltung auf das grandiose Wort von Psalm 2,8, das dem KM-Team als eines der ersten gegeben worden sei: Gott wolle durch das Werk die Entwicklung ganzer Völker in neue Bahnen lenken.

Basis im Berner Oberland
„Kingdom Ministries“ (wörtlich: Königreich-Dienste) entstand 1994 unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft ‚vita perspektiv’ in Heimberg bei Thun und konstituierte sich 2000 als Verein. Von den 13 Mitgliedern des Teams arbeiten einige ehrenamtlich, andere teil- und vollzeitlich mit. Die Organisation entlöhnt bloss 350 Stellenprozente, wobei auch diese Kosten fast vollständig durch Freundeskreis-Spenden getragen werden. Der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen in der Schweiz (AEM) gehört KM nicht an.

 
Worship in der Halle 21 in Thun
Worship in der Halle 21 in Thun

Eine Vision bewegt
Erich Reber sah 1996 während eines Gottedienstes im Berner Oberland einen gewaltigen geistlichen Aufbruch in Mittel- und Nordindien. Im folgenden Jahr fanden er und zwei weitere KM-Leute auf einer Reise im Land zwei Ärzte, die sich diese Vision zu eigen machten und auf ihre Realisierung hinarbeiteten. Durch ihre Aktivitäten entstanden Gemeindegründungsbewegungen. Mittlerweile zählen sie laut Reber über 20'000 Hausgemeinden.

Taubstummer geheilt
Die allermeisten Hindus und Muslime, die Christen werden, reagieren auf Heilungen und andere unerklärliche Geschehnisse. Ein zehnjähriger Knabe, seit Geburt taubstumm, wurde durch Gebet augenblicklich geheilt. Allein aufgrund dieses Geschehens (der Schweizer war Zeuge) bildeten sich fünf Hausgemeinden. „In Indien bist du wie ein Träumender, du erlebst Dinge wie in der Apostelgeschichte“, erzählte Reber. Er erzählte die eingangs wiedergegebene Traumgeschichte vom sprechenden Toten, schilderte ein Wunder, das auch in den nationalen Medien Schlagzeilen machte, und hielt fest: „Wenn es in Indien möglich ist, ist es in der Schweiz auch möglich.“

Lesen sie auch Teil 2:
Wunder – nicht immer, aber öfter

Webseite von Kingdom Ministries
www.kingdomministries.ch

Autor:  Peter Schmid
Quelle: Livenet.ch
Datum: 09.03.2006

 


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