JESUS.CH - 22.05.2013, 11:00
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Partnerschaft mit einer Nicht-Christin

 
Steg
Wer kennt es nicht, dieses kribbeln im Bauch. Dieses Gefühl von Schmetterlingen, welche in der unteren Magengegend herumflattern. Wenn der Appetit ausbleibt und die Gedanken kaum mehr zu konzentrieren sind. Wenn sich die tägliche Schlafenszeit drastisch verringert und man sich stets auf Wolke sieben wägt.
Bei solchen Symptomen heisst es - Diagnose "verknallt".

Ja, verliebt zu sein ist etwas Gewaltiges und stellt unsere Sinne auf den Kopf.
Schon ein paar Mal habe ich mich verliebt gefühlt, doch vor drei Jahren, da hat's mich voll erwischt. Am alljährlichen Dorffest lernte ich Sie kennen und sah ihr zum ersten Mal in die Augen. Bei einem späteren Wiedersehen hatte es dann zu knistern begonnen, worauf der Blitz so richtig einschlug. Der Rede kurzer Sinn - ich kam kurze Zeit später mit Martina zusammen und unsere Beziehung begann.
Eigentlich Eine Love Story wie jede andere, nicht wahr? Es ergaben sich für mich im Laufe der Zeit jedoch einige schwerwiegende Probleme. Es war genau die Zeit, in der ich auch Jesus kennen lernte, was an sich auch eine Art Liebesgeschichte ist.

Nachdem ich Gott mein Leben übergeben hatte, begann ein neuer Lebensabschnitt. Als junger Christ war ich - und bin es jetzt noch - von Jesus fasziniert. Dazumal wusste ich noch nicht sehr viel über den Willen Gottes. Also folgte ich solange meinem Willen bis ich auf neue Erkenntnisse stiess. Anders ausgedrückt, ich war als Christ wiedergeboren, liess Gott aber nur langsam in mein Leben.

 
Joch
Ich war überzeugt davon, Gott hätte mich mit Martina zusammengeführt und wir wären für einander bestimmt. Wie sonst wäre es möglich so starke Liebesgefühle zu empfinden?
Ich fing an Pläne für die Zukunft zu schmieden und träumte von der perfekten Liebe.
Als Folge dieser überschäumenden Gefühle beschloss ich mit ihr zusammenzuziehen. Dass Sie nicht an Gott glaubte bedauerte ich, doch Sie tolerierte meinen Glauben, und das freute mich riesig. Bestimmt würde auch Sie Jesus kennen lernen und ihm schon bald nachfolgen.

Natürlich hatte ich schon gehört, dass man das nicht tun sollte, doch bei mir war es doch etwas anderes. Ich liebte Sie wirklich und wollte Sie ja auch eines Tages heiraten. Ausserdem glaube ich ja an Jesus, was ja das Wichtigste ist. Eine super Sache war das, ich hatte Martina und Gott zusammen. Zudem ist Gott ja nicht kleinlich, oder?

Am Anfang lief es wirklich prima. Wir liebten uns und genossen die Zeit zusammen. Nebenbei las ich viel in der Bibel und besuchte einen Hauskreis. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Zweifel in mir aufkamen. Je mehr ich mich mit Gott auseinandersetzte und sein Wort kennen lernte, je mehr verspürte ich dieses Unwohlsein in mir. Wäre es denn letztendlich doch möglich, einen Fehler begonnen zu haben? Immer stärker hoffte ich, dass Sie sich doch möglichst schnell für Gott entschiede. Dann könnten wir heiraten und alles wäre wieder super. Die Zeit verstrich, aber anstelle dass Sie sich für Gott interessierte, setze eher das Gegenteil ein. Zunehmend wurde es schwieriger. So zum Beispiel als ich begann regelmässig den Gottesdienst zu besuchen oder gewisse Werte zu leben. Auch wenn wir über die Zukunft sprachen, merkte ich, dass unsere Vorstellungen immer stärker auseinander gingen. Neue Fragen kamen in mir auf: wie würden wir unsere Kinder erziehen, wie mit dem Geld umgehen, was für einen Freundeskreis haben?
Über dies begann ich Dinge zu vermissen die ich so wichtig finde. So war es ihr nicht möglich Vergebung zu leben, was mir schwer zu schaffen macht.
Mir wurde klar was folgende Bibelstelle für eine tiefe Bedeutung hat:
"Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? (2.Kor. 6, 14-15).

 
Joch
Wie sollte ich mit einer Partnerin, die nicht an Christus glaubt, das Leben bestreiten? Nie würden wir in dieselbe Richtung ziehen. Die Ehe, in der man verbunden ist wie bei einem Joch, ist nur dann Sinnvoll und wenn man dieselbe Richtung wählt. Ansonst kann sie zur Qual werden und das Gegenteil vom erhofften sein.
Nach zwei Jahren Partnerschaft und einem guten Jahr in der gemeinsamen Wohnung wurde mir eines klar. Nie würde ich Sie heiraten können, falls Sie nicht Jesus in ihr Leben liesse. Zudem war mir eines neu bewusst geworden, Gott hatte nie gewollt dass ich mit ihr zusammenzog. Es war allein mein Wille der geschah. Auch die Liebesgefühle die ich empfand, waren meine und nicht die von Gott.

Es war wohl einer meiner schwierigsten - und gleichzeitig eine meiner wichtigsten -Entscheidungen im Leben. Letztes Jahr beendete ich unsere Beziehung und zog aus der gemeinsamen Wohnung aus. Ein Traum war geplatzt. Anstelle von ewiger Liebe, blieb es beim Versuch auf eigene Faust eine Partnerschaft zu führen.

Seither ist ein Jahr vergangnen und mein Leben hat sich stark verändert. Nachdem ich wieder zu meinen Eltern zog, gab mir Gott all die Liebe die ich zuvor bei meiner Freundin suchte. Er half mir das Erlebte zu verarbeiten und darüber hinweg zu kommen. Nachdem ich Gott den Raum in meinem Leben gegeben hatte, und ihn neu zur Nummer eins in meinem Leben machte, begann er stärker denn je in mir zu wirken. Ich bin froh dass der heilige Geist in mir diese Sünde aufgedeckt hat und ich für diese Vergebung erfahren durfte.

 
Simon Weiss
Simon Weiss
Eines habe ich gelernt. So gewaltig die Liebe auch sein mag. Nichts, aber auch gar nichts reicht der Liebe des Herrn das Wasser. Darum mein Fazit: Eine Partnerschaft ohne Jesus - nein danke!

Simon Weiss

Zurzeit besuche ich die Berufsmatura im Vollzeitlehrgang, an der Berufsmittelschule in St.Gallen. Ab dem Frühjahr 2004 werde ich voraussichtlich in Rohrschach das Studium als Sozialpädagogen beginnen.


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