JESUS.CH - 18.05.2012, 04:06
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Ist Jesus der einzige Weg, um zu Gott zu gelangen?
Und es stimmt leider auch, dass dieser Anspruch in der Geschichte der Kirche isoliert wurde von wesentlichen anderen Wahrheiten des Christentums und zu Intoleranz, Gewalt und Stolz gegenüber nichtchristlichen Religionen geführt hat. Es ist aber sehr schade, wenn wegen dieses Fehlverhaltens das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird und gar nicht erst gefragt wird, was genau mit diesem Anspruch gemeint ist und was er für einen Sinn hat. Jesus sagte: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater ausser durch mich"1, und: "Wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben"2. Petrus, der erste Leiter und Verkündiger der neuen christlichen Gemeinde in Jerusalem, drückte es so aus: "In keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen"3. Paulus, der grösste Missionar der frühen Kirchengeschichte, stimmte ihm zu: "Denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus …"4.
Wie können wir diesen ungeheuren Anspruch verstehen? An anderer Stelle führt nämlich der besagte Paulus aus, dass jeder Mensch auf der Erde durch die Werke der Schöpfung und durch die Regungen des eigenen Gewissens eine Kenntnis von Gott bekommen kann. So hat er die echte Wahl, dieser Kenntnis nachzugeben und Gott zu suchen und zu ehren oder nicht - auch wenn er nie etwas von Jesus gehört hat5. Es wird hier von etwas anderem gesprochen: vom "Vater", vom "Heil", von "Rettung", von "Sünde". Gott als Vater kennenlernen, als persönliches, liebevolles, aufmerksames, verantwortliches, führsorgendes und sich mitteilendes Gegenüber, und zwar jetzt und für immer, über den Tod hinaus: Das ist nur möglich durch Jesus als Mittler. Warum? Am Anfang der Bibel, in der berühmten Geschichte von "Adam und Eva" und dem "Sündenfall"6, wird in schlichten Worten erzählt, wie die Menschen in einer wunderbar unmittelbaren Beziehung zu Gott lebten, in einer glücklichen Beziehung in paradiesischen Verhältnissen. Das verlorene Paradies 1. Von Gott innerlich getrennt zu sein, ihn nicht mehr unmittelbar und selbstverständlich zu kennen, zu lieben und sich an ihm zu freuen. 2. Den Anschluss an seine Liebe, seine Ewigkeit, sein überströmendes Leben zu verlieren. 3. Eine hartnäckige Tendenz zu entwickeln, "sich selbst der Nächste" zu sein, selber Gott zu sein und sich auf Kosten anderer zu verwirklichen - mit allen entsprechenden Folgen (Das wird auch "Sünde" genannt). 4. Körperlich sterblich zu werden, verletzbar, anfällig, dem Alterungsprozess unterworfen um schliesslich unausweichlich das Leben auszuhauchen. Ein vollkommenes Leben Als er dann dennoch diesen grauenhaften Tod am Kreuz starb, tat er das freiwillig als Sühne-Tod, als Wiedergutmachung für uns. Bildhaft drückte ein Prophet das so aus: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegträgt7. Jesus trug tatsächlich unsere Schuld und beseitigte damit die unüberwindbare Scheidewand zwischen uns und Gott.8 So konnte er zu einem mitgekreuzigten Verbrecher, der sich vertrauensvoll an ihn wandte, sagen: "Heute wirst du mit mir im Paradies sein."
Auferstehung: Durchbruch zum Leben Jeder, der an Jesus glaubt, das heisst, ihm vertraut, mit ihm rechnet, mit ihm lebt, wird sozusagen durch ihn wieder an Gott angeschlossen. So wurde und ist Jesus der einzige Weg zu Gott als Vater, als Lebensspender, als Ziel und Heimat über den Tod hinaus. Die vielen anderen Religionen in der Welt vermitteln uns viele gute Einsichten, viele wertvolle Bruchstücke, ja, sie können uns sogar auf Gott vorbereiten, unsere Sehnsucht und unsere Suche verstärken - aber sie können uns nicht zum ewigen Vater zurückbringen. Religionen sind der tapfere und oft zutiefst aufrichtige Versuch, aus eigener Kraft und Weisheit den Weg zu Gott zu finden, verbunden mit enormen Anstrengungen und gewaltigen Leistungen - aber sie berücksichtigen nicht, wie tief unser Problem ist, sie kratzen immer noch an der Oberfläche unseres eigentlichen Schadens. Allein durch Jesus kommen wir zum Vater im Himmel. Weitere Artikel zum Thema: www.erlebe.jesus.ch 1) Johannes 14,6 |
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