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David war mit einer Schleuder bewaffnet und mit (1.Samuel 17,40)
fünf glatten Steinen
vier glatten Steinen und einem Speer
drei glatten Steinen
  Ergebnis

 

Der Weg in den vollzeitlichen Dienst

 
Der Weg in den vollzeitlichen Diens
«Papi, wie wird man eigentlich Pfarrer?», fragte mich Emanuel, mein älterer Sohn, als er etwa 7-jährig war. «Tja, das ist so, äh …» rang ich um kindgerechte Worte, geht es dabei doch um keine normale Berufswahl. Natürlich hat es mir geschmeichelt, dass er gleich den Satz nachschob: «Ich will auch einmal Pfarrer werden.»

Diese Frage nach dem Weg in den vollzeitlichen Dienst stellen sich nicht nur Pastorensöhne, die ihren Vätern nacheifern wollen, sondern vor allem Menschen, die sich ernsthaft fragen – oder auf diesen Gedanken aufmerksam gemacht wurden –, ob sie Gott vollzeitlich dienen sollen. Eine wichtige Frage, von der ich mir wünsche, dass sie wieder vermehrt gestellt wird. Denn der Bedarf ist enorm – die «Ernte» ist nach wie vor gross (Matthäus 9, 37). In unseren Gemeinden ist ein Potential an begabten und fähigen «Arbeitern» vorhanden.

Wie sieht der Weg in den vollzeitlichen Dienst praktisch aus? Es ist gut, wenn sich nicht nur potentielle Vollzeiter damit auseinander setzen, sondern alle, die mit Vollzeitern zu tun haben – das ist bekanntlich die ganze Gemeinde. Deshalb: Lesen Sie bitte weiter, auch wenn für Sie klar ist, dass Sie keinen Ruf in den vollzeitlichen Dienst haben. Vielleicht können Sie bei anderen einmal eine Rolle spielen.

Innerer Wunsch oder Anstoss
Oft beginnt es mit einem inneren Wunsch oder einem Anstoss von aussen. So auch bei Christian. Er verspürte den Wunsch, Jesus vollzeitlich zu dienen, und fragte bei seinem Pastor, an welche Bibelschule er gehen solle. Tatsächlich führt der Weg in der Regel über eine theologische Ausbildung. Doch bevor ein solcher Entscheid fällt, sollte klar sein, dass dies auch wirklich der von Gott geführte Weg ist. Darum rückt der Pastor von Christian nicht gleich eine Liste heraus, sondern sucht zunächst das Gespräch, um über Motivation und Berufung zu reden.

Stammt der Wunsch von einem Ruf Gottes oder sind – vielleicht versteckte – eigenwillige Motive dahinter? Auch Bruno wollte in den vollzeitlichen Dienst, in die Mission. Beim näheren Nachfragen stellte sich heraus, dass Bruno gerade einen Durchhänger am Arbeitsplatz hatte und seine Motivation eher nach Abwechslung und Abenteuer roch. Hier kann im besten Fall ein Kurzzeiteinsatz empfohlen werden.

Eine Hilfe bei der Klärung der Berufung für den vollzeitlichen Dienst sind die 3 «B»: begabt – bewährt – berufen. «B» wie «bekehrt» ist die Grundvoraussetzung.

Begabt?
 
Markus Geiter (43)  ist Pastor
Markus Geiter (43) ist Pastor der FEG Rheinfelden
Bleiben wir bei Christian. Ist eine grundsätzliche Begabung vorhanden? Kann er geistliche Gedanken so darbieten, dass Menschen angesprochen werden? Kann er sich ausdrücken? Wie ist sein Umgang mit Menschen? Konnte er anderen Menschen schon geistlich helfen? Solche Fragen können am besten Menschen beantworten, die Christian in einem konkreten Dienst in der Gemeinde erlebt haben.

Bewährt?
Hat sich Christian bewährt, sowohl in der Gemeinde, als auch in der Arbeitswelt (vgl. 1. Timotheus 3, 6–7)? Kriterien der Bewährung können sein: treues Ausführen anvertrauter Aufgaben, Übernehmen von Verantwortung, Loyalität gegenüber Gemeinde und geistlicher Leitung. Auch der wichtige Aspekt des geistlichen Lebens muss angesprochen werden (Gebetsleben, Liebe zum Wort Gottes, Herz für die Verlorenen). Hat sich weiter gezeigt, dass eine Belastbarkeit da ist? Im vollzeitlichen Dienst ist man vermehrtem Zeitdruck, schwierigen seelsorgerlichen Fällen und Konflikten ausgesetzt, für die es eine gewisse Spannkraft braucht.

Berufen?
Berufung ist oft eine Kette von verschiedenen Ereignissen und Gegebenheiten. Da ist das innere Drängen, dann sind Menschen da, die mich ermutigen. Die biblischen Berufungsgeschichten zeigen, dass Berufung auf verschiedenste Art und Weise geschehen kann. Fragen an Christian: Hat dir Gott – persönlich, oder von aussen angestossen – den Eindruck geweckt, dass er dich vollzeitlich in seinem Dienst haben will? Gibt es Wegmarken, geöffnete Türen, Vorkommnisse, die dir zeigen, dass Gott noch etwas anderes mit mir vorhat? Gibt es Menschen und Ereignisse, die dir klarmachen, dass Gott dich will?

Ausbildung
Jetzt erst kommt die Frage nach der Ausbildung. Diese soll gründlich und fundiert sein, damit Christian gerüstet ist für den vollzeitlichen Dienst. Es sprengt den Rahmen dieses Artikel, einen Überblick über das Ausbildungsangebot zu machen. Hier kann der Pastor vor Ort weiterhelfen. Nach der Ausbildung erfolgt in der Regel eine Einführung in den vollzeitlichen Dienst im Rahmen eines Praktikums. Danach beginnt der eigentliche vollzeitliche Dienst, etwa als Pastor unseres Bundes.

Ganze Gemeinde gefordert
Der Weg in einen vollzeitlichen Dienst ist nicht nur Sache der betroffenen Person. Die ganze Gemeinde ist letztlich gefordert. Es beginnt beim Gebet, zu dem Jesus uns alle auffordert: «Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende» (Matthäus 9, 38). Wird diese Bitte in unseren Gemeinden regelmässig ausgesprochen?

Auch in der Verkündigung muss die Herausforderung und der Ruf für den vollzeitlichen Dienst einfliessen. Die Gemeindeleitungen sind gefordert, über begabte und bewährte Leute zu reden, zu beten und sie dann zu ermutigen, einen solchen Weg zu erwägen. Hier sind Mut und Weitsicht vorausgesetzt, denn man lässt die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht gerne ziehen. Es braucht Glauben, dass Gott die Lücken schliesst und ein solches «Opfer» reich segnet.

Autor: Markus Geiter


Quelle: Impuls
Datum: 12.04.2007

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