Während der Evangelisationswoche in Genf galt es, rund 1000 Wohnungen zu besuchen und Jesusfilme zu verschenken. Das Tagebuch eines Mitglieds des achtköpfigen Teams des Theologischen Seminars St. Chrischona.
Samstag, 12. März
Nach der Fahrt von Basel nach Genf werden wir von Stefan Fuchser, Pastor der Stadtmission Genf. Am Abend besuchen wir ein klassisches Konzert mit Orchester und Chor zu den sieben Worten Jesu am Kreuz.
Sonntag, 13. März
8 Uhr: Frühstück. 10 Uhr: Gottesdienst. Wir stellen uns als Gruppe vor, Beat Brugger predigt. Um 12 Uhr sind wir bei Familien der Gemeinde zum Essen eingeladen. Bei Michael Rust und mir gibts Spaghetti. Wir unterhalten uns über Genf. «Es ist kein Problem wenn ihr nicht so gut Französisch sprecht», sagt uns Daniel, unser Gastgeber. Aber wir sind uns nicht so sicher. Die Sprache macht uns schon zu schaffen.
Am Nachmittag lernen wir die Jüngerschaftsschule von Jugend mit einer Mission (JMEM) kennen, die mit uns zusammenarbeiten wird. Wir stellen uns kurz vor. Da sind Marcos aus Brasilien, Francis aus Benin, Sung Woo aus Südkorea, Martin aus Deutschland, Karen aus Südafrika, Richard aus England. Insgesamt zwölf Personen aus acht Nationen.
Am Abend hält Pierre Amey seine erste evangelistische Botschaft dieser Woche. Alles ist auf Französisch. Einige Leute heben die Hand, als er zur Umkehr aufruft. Halleluja!
Montag, 14. März
« Unser Ziel ist es, den Leuten einen Jesus-Film zu schenken. Wir lassen uns nicht auf Diskussionen ein», erklärt uns Octave Lubin von Campus für Christus (CfC). In den darauf folgenden Wochen werden die Mitglieder der Gemeinde Kontakt mit den Leuten aufnehmen, die den Film gesehen haben und zu einem Gespräch bereit sind. 1050 Wohnung müssen besucht werden, 400 DVDs liegen bereit.
Bevor wir losziehen, beten wir gemeinsam. Um 16 Uhr verlassen wir die Stami. Mit Martin habe ich drei Wohnblocks mit jeweils sieben mal vier Wohnungen vor mir. Die meisten Bewohner sind nicht zu Hause. Viele nicht interessiert. Bei einer Tür öffnet uns eine junge Frau. Ich erkläre ihr, dass wir ihr einen Jesusfilm schenken wollen. Sie versteht nach mehrmaligem Erklären, um was es geht und nimmt den Film entgegen. Trotz vieler Abweisungen lassen wir uns nicht entmutigen.
Dienstag, 15. März
Jeder Morgen beginnt mit Anbetung und Inputs über das Gebet. Heute Morgen kommt der Input von Pierre Amey. Für uns von Chrischona eher etwas ungewöhnlich, beten wir anschliessend alle gleichzeitig, laut. Es ist schwer, sich zu konzentrieren, wenn Marcos neben mir laut in Portugiesisch betet. Aber es ist eine spannende Erfahrung.
Heute gehe ich mit Richard, dem Teamleiter von JMEM Klinkenputzen. Ein Mann wirft uns vor, dass alle Christen Heuchler seien.
Mittwoch, 16. März
Gebet in der Stadt. Wir gehen quer durch Genf. Auf dem Turm der Kathedrale geniessen wir die Aussicht und beten für die Schweiz, Frankreich, die UNO und für die kranken Menschen der Stadt Genf.
Donnerstag, 17. März
Wir geniessen unsern freien Tag.
Freitag, 18. März
Jörg Geiser, Pastor in Genf, und seine Frau plaudern am Morgen aus dem Nähkästchen über ihr Gebetsleben. «Ich stehe am Morgen auf und verbringe die erste halbe Stunde des Tages im Gebet», erzählt Jörg. Seine Frau nutzt die Zeit beim Putzen, um für die Mitglieder der Gemeinde zu beten.
Samstag, 19. März
Nun ist es an der Zeit auszuwerten, was wir erreicht haben: Rund 150 Filme wurden verteilt. Wir staunen über Gottes Grösse, und wie er Menschen vorbereitet hat. Viele haben uns abgewiesen. Aber einige haben den Film entgegengenommen, und einige haben nur darauf gewartet, dass sie einen Film erhalten.
Sonntag, 20. März
Zusammen mit der Gemeinde feiern wir einen Abschlussgottesdienst. Müde und glücklich fahren wir nach Hause.