Junge Christen wollen stärkeren Weltkirchenrat
Der Weltkirchenrat muss nach Ansicht einer Gruppe junger Christen stärker zur Lösung politischer und gesellschaftlicher Probleme in der Welt beitragen. Unterdrückung, wirtschaftliche Ungerechtigkeit und die Umweltzerstörung seien wachsende Herausforderungen für den Zusammenschluss von rund 350 Kirchen mit 560 Millionen Christen, erklärte die Jugend-Gruppe Echos am Samstag in Genf. Echos ist ein Zusammenschluss junger Christen aus verschiedenen Staaten. Zeit- und Energieverschwendung Echos-Vertreter besuchten die Sitzung des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen (ORK) in Genf. Die Deutsche Christina Biere, Mitglied des ÖRK-Zentralauschusses und Vertreterin von Echos sagte: «Der Weltkirchenrat befasst sich zu oft mit strukturellen und prozeduralen Fragen.» Dadurch verschwendeten die Vertreter der rund 350 Mitgliedskirchen zu viel Zeit und Energie. Itayi Ndudzo, ein Mitglied des Zentralausschusses aus Simbabwe, betonte, die Mitgliedskirchen müssten sich verstärkt für eine friedliche Lösung bewaffneter Konflikten einsetzen. «Die Kirchen und der Weltkirchenrat können auf diesem Feld sehr viel bewirken», sagte er. Als Beispiel nannte der Methodist die sogenannten lebendigen Briefe des Weltkirchenrates. Im Rahmen dieser Aktion versucht die Organisation auf Konfliktparteien etwa im Nahen Osten mäßigend einzuwirken. Frischer Wind mit neuem Generalsekretär Christina Biere unterstrich, dass die Wahl des norwegischen Lutheraners Olav Fykse Tveit (48) zum neuen Generalsekretär des Weltkirchenrates ein sehr ermutigendes Signal für die Jugend sei. «Tveit wird frischen Wind in den Weltkirchenrat bringen und er hat schon aufgrund seines Alters eine enge Beziehung zu jungen Leuten.» Der Zentralausschuss hatte Tveit am Donnerstag zum Nachfolger des Kenianers Samuel Kobia gewählt. Tveit wird seine fünfjährige Amtszeit als ÖRK-Generalsekretär im Januar 2010 beginnen.
Quelle: Epd. epd-Meldungen sind urheberrechtlich geschützt, dienen nur der persönlichen Information und dürfen ohne Genehmigung durch epd nicht weiterververbreitet und nachgedruckt werden.
Datum: 01.09.2009
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