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Jugendgottesdienst «Godi» im Zürcher Oberland – mit Thurgauer Aufbauhilfe

 
Jugendgottesdienst Godi
In Scharen strömen in der Ostschweiz Jugendliche jeden Monat in den «Godi». Nun profitiert auch das Zürcher Oberland von der Thurgauer Entwicklungshilfe. Am 3. September startete in Wetzikon der «Godi Züri Oberland».

Die Pläne gabs schon länger. Die Zeit war offensichtlich nicht reif. Anfang Jahr startete die FEG Wetzikon wieder eine Initiative für einen übergemeindlichen Jugendgottesdienst. Von 22 angefragten freikirchlichen Gemeinden reagierten sieben positiv: Chrischona Gossau, Grünigen und Pfäffikon, die Methodisten in Uster, die Täufergemeinde in Pfäffikon, FEG Wetzikon und die Freie Missionsgemeinde im Ort. Ein neunköpfiges Kernteam unter der Leitung von Matthias Müller war gefordert. Am 3. September, abends um 19 Uhr, ging der erste «Godi Züri Oberland» in der FEG Wetzikon über die Bühne.

Keine Konkurrenz
Vorerst gibts eine Testphase mit vier Anlässen. Das erste Thema: «ctrl alt delete… damit wieder was geht!» Band, Theater, Videoclips, Message – der Jugendpastor verspricht ein packendes Programm für 16- bis 25-Jährige. «Ein niederschwelliger, aber kein flacher Event.» Angesprochen würden vor allem Externe. Doch zuerst müssten die Jungen aus den eigenen Gemeinden gewonnen werden. Im Glauben seien auch sie oft Aussenstehende. Auch ihnen gelte die lebensnahe Botschaft: «Jesus bietet dir die Chance zu einem neuen Start.» Erwartet werden gleich 200 Jugendliche. Keine Konkurrenz zu andern Angeboten? «Es gibt zwar ICF Züri Oberland», bemerkt Müller, «aber der ist eine komplette Gemeinde und auf die ganze Familie ausgerichtet.»

„Godi“: Bereits fünf Standorte
Entwicklungshilfe leistet das Thurgauer Godi-Netzwerk. Was 1998 in Frauenfeld begann, hat erstaunliche Dimensionen angenommen. So treffen sich heute in Amriswil (450), Frauenfeld (500), Kreuzlingen (100), Weinfelden (150) und Schaffhausen (300) jeden Monat über 1500 Jugendliche zum «Godi». Vom 39-jährigen Amriswiler Pastor Christian Stricker, Leiter des Godi-Netzwerkes, bekamen die «Züri Oberländer» manche Einstiegshilfe.

 
Thurgauer Godi-Netzwerk
Godi-Gottesdienst
Was kann der neue «Godi» bewirken? Stricker nennt seine Erfahrungen: «Einzelne der jungen Besucher fangen Feuer, schnallen voll, worauf es ankommt, starten zum Beispiel ein Frühgebet.» Stricker warnt aber davor, sich von hohen Besucherzahlen blenden zu lassen. «Jesus muss bei einzelnen voll ins Leben greifen, wenn ein Aufbruch geschehen soll. Und das erleben wir immer wieder.»

Segen für die Gemeinde
Was bringt der «Godi» der einzelnen Gemeinde? «Gemeinden erleben plötzlich Jugendliche, die voll aufs Gas drücken, die gerne Mitarbeiter werden», sagt Stricker. «Leider gibt es auch Gemeinden, die nur halbherzig dahinter stehen. Doch diejenigen Gemeinden, die voll mitziehen, erleben einen riesigen Segen!»

Das ist danach die Herausforderung der beteiligten Gemeinden: Brücken zu bauen, damit die Jugendlichen aus dem «Godi» integriert werden können. Am 3. September in Wetzikon – und dann? Christian Stricker strahlt: «Im Kanton Zürich prüfen weitere Gemeinden den Einstieg in unser Netzwerk. Erweiterungen liegen in der Luft!»

 
Godi draussen
 
Matthias Müller
Matthias Müller

Godi-Homepage
Godi Züri Oberland

Bearbeitung: Livenet

Autor: Andrea Vonlanthen
Quelle: ideaSpektrum Schweiz. Evangelisches Nachrichtenmagazin
Datum: 08.09.2006

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