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David war mit einer Schleuder bewaffnet und mit (1.Samuel 17,40)
fünf glatten Steinen
vier glatten Steinen und einem Speer
drei glatten Steinen
  Ergebnis

 

Spiritueller Bankrott im heiligen Land

 
Taufe
Taufe an der Küste.
Gerne spricht man romantisch verklärt vom «heiligen Land» Israel und denkt an viele gläubige Juden, die ja auch die Bevölkerungsmehrheit stellen. Alles Unsinn. Glaubt man Samuel Aweida, steht Israel vor dem spirituellen Bankrott.

Das «heilige Land» ist zu einem «Sodom und Gomorra» verkommen. Eine gottlose Generation wächst heran, sagt Samuel Aweida. Der arabische Israeli ist in Haifa Gemeindeleiter einer messianischen Gemeinde.

Sie sprachen in unserem ersten Interview-Teil von Problemen zwischen israelischen und russischen Juden. Gibt es da Situationen, wo sie als ein Schiedsrichter eingreifen müssen?
Oft. Ich bin nun seit sieben Jahren Pastor. Es gibt immer überall Konflikte. Auch in den Familien. Wie in jeder Gemeinde. Aber es hat nie einen arabisch-jüdischen Konflikt gegeben, nie. Konflikte bei Paaren, zwischen Eltern und Kindern, Teenagerprobleme. Und eben Juden mit Juden. Aber nie einen arabisch-jüdischen.

 
Ehepaar Aweida
Samuel Aweida mit seiner Frau
Und wo mussten Sie einspringen?
Ich war früher fünf Jahre Pastor in Norwegen. Die Konflikte sind die gleichen. Menschliche Dinge. Wir sind egoistisch, denken zuerst an uns, bevor wir an andere denken, und so weiter. Es ist rund um den Globus das Gleiche. In Israel ist aber alles intensiver. Und weil wir hier gar so verschieden sind, ist das Konfliktpotential auch grösser. Dafür ist aber unser Blick auf den Messias klarer.

Betonen Sie die Versöhnung in Haifa stärker als zum Beispiel in Norwegen?
Ich denke, nein. Wir predigen das Wort Gottes für jede Bevölkerung, und wir glauben, dass wir den Frieden des Messias zuerst in uns selber haben müssen, bevor wir mit anderen Frieden schliessen können. Wir beten um Heilung, damit mehr Israeli zu Jesus kommen. Die Versöhnung wird kommen, das ist dann das Resultat. Es passiert bei uns. Wir haben das in unserer Gemeinde nicht als Projekt. Wir wollen ein Licht in einem dunklen Ort wie Haifa sein. Das Wort «Versöhnung» findet man in unserem Leitbild nicht. Aber es geschieht als Realität.

 
Festival
Christlicher Stand auf einem Esoterik-Festival.
Hat Ihre Gemeinde andere Voraussetzungen als eine in der Schweiz oder in Deutschland?
Ich weiss nicht viel über die Gemeinden hier. Aber ich denke, wir machen ganz Ähnliches. In Haifa gibt es satanistische Gruppierungen. Jerusalem dagegen ist speziell. Es ist wie eine eigene Welt. Diese Stadt ist nicht vergleichbar mit einer anderen in Israel. Aber in Haifa haben wir Drogenprobleme, Prostitution und alle anderen Herausforderungen, denen die Gemeinden gegenüberstehen. Eine neue Generation ist am Heranwachsen, die keinen Sinn für Gott hat.

Als Vater einer Teenagerin sehe ich, welchen Dingen die Jugendlichen heute ausgesetzt sind. Als Eltern weiss man einfach, dass man ihnen das Beste geben muss, das man hat, daheim und in der Gemeinde. Ich denke, das ist ähnlich wie hier in der Schweiz.

Ist Haifa das neue Sodom oder Gomorra?
Ich würde nicht sagen, dass es in Haifa schlimmer ist als in Tel Aviv. Tel Aviv ist die grosse Stadt in Israel mit einem 24-Stundenleben. Mit den schlimmsten Nachtklubs, Ecxtasy-Partys und so weiter. Dies gibt es auch in Haifa. Es ist Teil der israelischen Gesellschaft. 70'000 bis 80'000 Israeli reisen jährlich auf einer spirituellen Suche nach Indien, Nepal und Thailand. Das ist die Realität im heiligen Land.

 
Besucher
Gottesdienstbesucher.
Dafür habt Ihr in Haifa zwei gute Fussballvereine. Maccabi und Hapoel Haifa. Maccabi kommt von den Makkabäern, jenen jüdischen Kämpfern gegen die Besatzung durch Ägypten und Syrien. Fühlt Ihr Euch in Eurer Gemeinde auch als Maccabis?
So habe ich das noch nie gehört. Unsere Gemeinde heisst «Beit Eliahu». Dies bedeutet «Haus des Propheten Elia». Elia war auf dem Berg Karmel, dort, wo heute Haifa liegt. Er leistete Widerstand. Oder eigentlich forderte er die Baal-Priester heraus. Er sagte zu ihnen: «Lasst uns sehen, wer Gott ist.» Wir haben den Namen Elia gewählt, weil wir auf dem Berg Karmel sind und glauben. Wir wollen sagen, wer der wahre Gott ist. Der wahre Gott Israels. Immer wenn die Israelis in Asien oder Südamerika oder Afrika Götzen anbeten oder in einem Sportcenter sich selbst oder was auch immer – sie sollen wissen, wer Gott ist. Gott will erkannt sein. Und das geschieht durch den Messias, den einzigen Weg zu Gott.

In diesem Sinne ja: Wir stehen für ihn in unserer Stadt. Und nicht nur wir, sondern auch die anderen Gemeinden in Haifa. Jesus hat eine Gemeinde in Haifa, und die ist viel grösser als unsere.

Wie viele Gemeinden gibt es in Haifa?
Ein paar arabisch- und russischsprachige und zwei andere, die ebenfalls hebräischsprachig sind. Wir haben sehr guten Kontakt untereinander, besser als je zuvor.

Lesen Sie am Freitag Teil 3: «Gebt Jesus seinem Volk zurück!»

Webseite: www.amzi.org

Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch
Datum: 11.08.2004

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