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David war mit einer Schleuder bewaffnet und mit (1.Samuel 17,40)
fünf glatten Steinen
vier glatten Steinen und einem Speer
drei glatten Steinen
  Ergebnis

 

Boppis Morgengedanken: Killermail

Waaaah!!! Wieder mal so ein Killermail. Nicht weil es meinen Laptop gesundheitlich abstürzen lässt, sondern meine Freude am Tag deftig deformiert.


«Warum hacken Sie immer so penetrant auf der Wichtigkeit des Todes Jesu am Kreuz herum?»

Manchmal wünschte man sich, die ganze Welt würde gleich ticken und man könnte sich in einer liebevollen Umarmung, eng umschlungen mit allen Erdenbürgern quer über den Wohnzimmerteppich rollen. Oder Parkett. Oder Laminat. Je nachdem, was da gerade herumliegt. Natürlich ist das von der Grössenordnung her nur schwer möglich… so gemeinsam mit der ganzen Welt. Und auch, weil eben nicht alle gleich denken. Zum Glück.

Die persönlich leicht angriffig zu verstehende Killer-Frage, um welche sich das Mail dreht, lautet: «Lieber Herr Boppart, warum hacken Sie immer so penetrant auf der Wichtigkeit des Todes Jesu am Kreuz herum?» Gute Frage. Zuerst muss ich mir mal überlegen, wieso das mir gleich so nahe geht! Vielleicht, weil es Morgen früh ist und man innerlich auch nicht «Gloria» schreit, wenn das Joghurt abgelaufen und die Müesli-Milch sauer ist?! Vielleicht auch, weil mein Herz auf globale Umarmung ausgerichtet ist? Oder weil mir einfach die Meinung anderer Menschen immer noch viel zu wichtig ist?

Grundsätzlich ist diese Frage der Knackpunkt unseres gesellschaftlichen Problems: Wir glauben nicht mehr an einen heiligen Gott, der uns Sünder richten wird, wie er es eh und je getan hat. Mit gnadenvoller Gerechtigkeit. Wir haben aus ihm einen Jesus-Freund, einen halbblinden greisen Schöpfer, einen verstaubten Notnagel, eine unpersönliche über den Wolken schwebende Energie gemacht… oder was auch immer. Und das hat Folgen. Wir wachsen auf, ohne das Wort Ehrfurcht noch zu begreifen. Sei es weder vor Gott, noch vor Autoritäten oder der Natur. Und der Verlust eines heiligen Gegenübers zieht nach sich, dass ich meine eigene Sündhaftigkeit gar nicht mehr spüre. Wo kein Dreck ist, brauchts auch gar niemanden, der aufwischt. Und die Liebe reicht völlig aus!

Wir verniedlichen Gott und verharmlosen gleichzeitig den Begriff Sünde. Da könnte man auch gleich eine Flasche Wundbenzin nehmen und Himbeer-Sirup drauf schreiben. Oder saure Milch ins Müesli giessen. Was verstehen wir den nicht, wenn die Bibel in Matthäus, Kapitel 20, Vers 28, von Jesus sagt: «Des Menschen Sohn ist gekommen, dass er gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.»? Ich trinke meine allmorgendliche Schokolade und übe mich darin, es nicht der Milch gleich zu tun und so schnell sauer zu werden.

Autor: Andreas Boppart
Quelle: Livenet.ch
Datum: 19.07.2007

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