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David war mit einer Schleuder bewaffnet und mit (1.Samuel 17,40)
fünf glatten Steinen
vier glatten Steinen und einem Speer
drei glatten Steinen
  Ergebnis

 

Religion – was ist das?

 
Religion
Jeder Mensch dieser Welt praktiziert irgendeine Form von Religion, von einigen wenigen "Westlern" in Europa und Nordamerika 'mal abgesehen. Aber was bedeutet "Religion" überhaupt? Eine exakte Definition ist unmöglich. Aber es gibt Umschreibungen. Man könnte Religion verstehen als die Summe aller heiligen Tätigkeiten, die mit dem zu tun haben, was als geistliche Realität aufgefasst wird. Umfassender benennt es der englische Religionswissenschaftler E. J. Sharpe: Religion als "feste Überzeugung des Gläubigen von der tatsächlichen Existenz einer übernatürlichen, übersinnlichen Ordnung des Seins und von einem Zwischenspiel dieser Ordnung mit der Welt des sterblichen Lebens durch ein Netz heiliger Symbole und Handlungen."

Religion hat also ganz wesentlich mit Überzeugung, mit Glauben, zu tun. Eine religiöse Person glaubt an etwas, das sie für wahr oder real hält – ob das nun sichtbar ist oder nicht. Sie ist von der Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit ihres Objektes oder Systems fest überzeugt, und dieses System geht weit über alltägliche Fragen und Themen hinaus. Es beschäftigt sich mit den eigentlichen Sinnfragen: „Woher kommen wir? Was tun wir hier eigentlich? Wohin gehen wir? Was ist, wenn wir sterben?" Die Antworten darauf werden von einer höheren Macht erwartet. Die Art und Weise, wie die Antworten miteinander verbunden und zusammengestellt werden, macht eine Religion aus. Sie ist also nichts anderes als der Versuch, einen Weg zum "Höheren", zum irgendwie Transzendenten, zur "alles durchdringenden Kraft" oder wie auch immer zu ermöglichen. Als solcher ist und bleibt er subjektiv.

Wie jedes Auto seinen Fahrer an den gewünschten Ort befördern soll, so ist es grundsätzlich auch mit den Religionen: Ungeachtet ihrer ganz verschiedenen Ausdrucksweisen und Riten und ihren sich zum Teil völlig widersprechenden Weltanschauungen, haben sie alle dasselbe Ziel: Der Gläubige soll nämlich in ihr die Bedeutung seines Lebens finden. Während dieser Sucht entdeckt er neue Werte und Verhaltensweisen und übernimmt sie in sein Leben. Andere entdecken ähnliche und haben sie vielleicht schon übernommen. Es kommt also zur gegenseitigen Verständigung und Verstärkung – zur religiösen Gemeinschaft, die nach und nach diese gefundenen Antworten stabilisiert und den einzelnen in seinen eben religiösen Erfahrungen und Erlebnisse bestätigt. Das System beginnt sich zu schließen. Der Betreffende ist konvertiert und wird seiner Religion oder seinem System nun wohl ein Leben lang treu bleiben.

Hat er also die "richtige" Wahl getroffen? Hat er sich für die "wahre" Religion entschieden? Objektiv kann man diese Frage nicht beantworten. Denn wenn jede Religion eine Annäherung, ein menschlicher Versuch ist, ins "Göttliche" vorzudringen, dann lassen sich solche Versuche schwerlich gegeneinander ausspielen. Erstaunlich ist jedenfalls, dass dieses Fragen in jedem Menschen steckt; wie wenn er eine Ahnung hätte von einem größeren, ursprünglichen Zusammenhang, in den er zurückfinden will. Der Basler Theologe Karl Hartenstein bezeichnete recht einfühlsam und treffend als Heimweh – mit der Einschränkung: "Das Heimweh verbürgt nicht das Heimkommen." Darin liegen Adel und Not jedes religiösen Bemühens verborgen.

Beni Theis
revolution-one.ch
Datum: 17.12.2003

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