Fünfundzwanzig Jahre lang kämpften die libanesischen Christen im Süd-Libanon an der Seite der israelischen Armee gegen den Terror und schützten damit auch die Nordgrenze Israels, berichtet das Missionswerk „Philippus-Dienst“. Als sich dann am 23. Mai 2000 die israelische Armee plötzlich aus dem Südlibanon zurückzog, mussten auch diese etwa 6.000 Libanesen fluchtartig ihre Heimat verlassen.
Ein Bleiben hätte den Tod bedeutet. Dann folgte eine grosse Ernüchterung: Obwohl fast jede dieser Familien Todesopfer durch ihren Einsatz für Israel zu beklagen hatte, wurden sie vom israelischen Staat links liegen gelassen; den arabischen Landsleuten in Israel galten sie als Verräter wegen ihrer Zusammenarbeit mit Israel, und von den meisten Juden wurden sie wegen ihrer arabischen Sprache und Kultur missverstanden.
Durch dieses Leiden Jesus gefunden
„Manchmal, wenn ich ihre traurigen Geschichten höre, kann ich sie nur in den Arm nehmen und mit ihnen weinen“, erzählt Pastor Joseph Haddad von der libanesischen Gemeinde in Nahariya, Israel. „Aber Gott ist treu, und viele von ihnen haben durch ihr Leiden hindurch Jesus als ihren Retter erkennen können. Die meisten waren nur dem Namen nach Christen. Vor kurzer Zeit konnten wir am Jordan einen Taufgottesdienst mit zwölf Neubekehrten feiern.“ Haddad ist sicher: „Gott hat auch hier einen Plan. Sie kamen nach Israel, um Jesus Christus zu erkennen, vom Heiligen Geist erfüllt zu werden und eines Tages in den Libanon zurückzukehren – als kleine Flamme für ein riesiges Feuer einer christlichen Erweckung in Libanon, Syrien, Irak und andere Länder“.
Quellen: Freitagsfax/Philippus-Dienst